Dichtheitsprüfung

Dicht, dichter, am dichtesten!

Eine Dichtheitsprüfung, auch Druckprüfung genannt, dient dazu festzustellen, ob Kanäle, Rohre und Schächte zuverlässig dicht sind und keine Schäden aufweisen, die später zu Problemen führen könnten. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der regelmäßigen Wartung, denn nur ein intaktes Abwassersystem schützt Gebäude und Umwelt dauerhaft vor Schäden.

Nach Abschluss der Überprüfung erhalten Sie als Auftraggeber das vom Gesetzgeber vorgeschriebene Prüfprotokoll zur Vorlage, z. B. bei der Kommune.

DICHTHEITS - & DRUCKPRÜFUNG

  • Druckprüfung von Freispiegelkanälen
    DN 50 bis DN 2200

  • Druckprüfung von Groß- und Sonderprofilen bis DN 2200

  • Einzelmuffenprüfung ab DN 200

  • Prüfung von Druckleitungen nach DIN EN 805

Ein orangefarbener Werkstattwagen mit geöffneten Türen, gefüllt mit Werkzeug und Ausrüstung, im Hintergrund eine Landschaft mit Wäldern und Feldern, vor dem Wagen liegen Blasen zur Kanal Dichtheitsprüfung.
  • Prüfung von Grundstücksentwässerungsanlagen

  • Prüfung von Abscheideranlagen

  • Prüfung von Schächten und Bauwerken

  • Prüfung von Sattelstücken und Anschlussleitungen bis max. 1 m vom Hauptkanal aus

Ein Lagerraum mit orangefarbenen Arbeitsfahrzeugen, vor dem eine Reihe von großen, schwarzen Blasen für Kanal Dichtheitsprüfungen liegen.

Grundwasser- und Gebäudeschutz

Der wichtigste Zweck einer Kanaldichtheitsprüfung ist der Schutz der Umwelt und von Gebäuden. Es wird geprüft und sichergestellt, dass Schmutzwasser nicht aus undichten Leitungen in den Boden gelangt. So bleibt das Grundwasser sauber und es entstehen keine Umweltschäden.

Genauso wird überprüft, dass kein Grundwasser in das Abwassersystem eindringt. Auf diese Weise werden die Kläranlagen entlastet und das gesamte System bleibt stabil.

Von Vorteil ist zudem die frühe Erkennung von Schäden. Risse, undichte Stellen oder defekte Verbindungen werden rechtzeitig entdeckt, bevor größere und kostspielige Reparaturen notwendig werden.

Mitarbeiter in orange Sicherheitskleidung arbeitet an einem Computer mit Diagrammen auf dem Bildschirm, umgeben von Büromaterialien und technischen Geräten.

In Deutschland sind alle privaten Grundstückseigentümer dafür verantwortlich, dass ihre Abwasserleitungen dicht und funktionsfähig bleiben. Die konkreten Vorgaben sowie die vorgeschriebenen Prüfintervalle können je nach Bundesland und Kommune unterschiedlich sein.

In Wasserschutzgebieten gelten häufig strengere Regeln. Dort müssen Leitungen oft in kürzeren Abständen überprüft werden, um das Grundwasser bestmöglich zu schützen. Regelmäßige Prüfungen sind deshalb nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Gebäudeschutz.

Ein Person in orangefarbener Warnweste und -hose sitzt in einem mobilen Einsatzwagen und arbeitet an einem Computer. Der Innenraum ist mit Geräten und Dokumenten ausgestattet.

Ablauf und Methoden

Die Kanaldichtheitsprüfung wird nur von spezialisierten Fachfirmen nach festen Normen wie der DIN EN 1610 durchgeführt.

In der Praxis kommen vor allem zwei Methoden zum Einsatz:
die Druckprüfung mit Wasser sowie die Prüfung mit Luft. Bei beiden Methoden wird der Leitungsabschnitt mit Dichtblasen verschlossen und anschließend unter Druck gesetzt. Sensoren überwachen, ob der Druck stabil bleibt. Fällt er ab oder muss Wasser nachgefüllt werden, weist das auf eine undichte Stelle hin.

Auf diese Weise lassen sich Schäden genau lokalisieren und rechtzeitig beheben, bevor sie größere Probleme verursachen.

Grafische Darstellung einer Dichtheitsprüfung im Kanal mit Wasser oder Luft, einem Servicefahrzeug und technischen Geräten, das die Druckprüfung überwacht und auswertet, mit Hintergrund aus Feld und Straße.